Wie funktioniert Taping (dieses komische Klebeband) eigentlich?

"Die Haut ist nicht nur eine Schutzhülle des Menschen, sondern sein größtes Organ mit einer Vielzahl von Rezeptoren, die äußere Einflüsse wahrnehmen und gezielt an tiefer liegende Rezeptoren oder über den Reflexboden der Wirbelsäule weiterleiten. Unsere Haut ist somit ein komplexes Verbundsystem im Zusammenspiel mit Muskeln, Bändern und Gelenkkapseln. Die Medizin versucht die Fähigkeiten der Haut und das Zusammenspiel mit den Organsystemen bewusst zu nutzen. Die elastischen Tapes ermöglichen - unter speziell zu erlernenden Anlagetechniken - Einfluss auf dieses Verbundsystem zu nehmen." (Quelle: Flyer der K-Taping Academy) 

 

Dies bedeutet, dass mit dem Tape die obere Hautschicht je nach Klebetechnik etwas angehoben wird und somit bei jeder kleinsten Bewegung eine massageähnliche Wirkung gegen die unteren Hautschichten durchführt. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, Muskeln können sich entspannen und Triggerpunkte werden stimuliert.

Taping wird daher mit Erfolg zur Unterstützung der Muskulatur, zur Stabilisierung und Lockerung des Kiefers, bei Dysfunktion, als auch bei Facialisparesen und zur Entstauung eingesetzt und kann somit die Rehabilitation verbessern und verkürzen. Daher setzt man das Tape zur Verbesserung der Mobilität, zur Schmerzreduktion und zur Stabilisierung ein.

 

Es ersetzt jedoch nicht den Arztbesuch! 

 

Das Taping erfolgt durch einen zertifizierten Kinesio-Taping-Therapeuten. Es ist als Unterstützung der logopädischen Maßnahme zu betrachten und wird als relativ neues Hilfsinstrument zunehmend auch in die logopädische Behandlung integriert. Die Kosten, die je nach Anwendung zwischen 2€und 20€ betragen, sind privat zu tragen. (Eine Preisliste liegt in der Praxis aus.)

 

Sprechen Sie mich gerne darauf an!